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Chlorothalonil

Chlorothalonil im Trinkwasser – Information der VWV

Seit einigen Jahren sorgt der Wirkstoff Chlorothalonil für Diskussionen in der Trinkwasserversorgung – auch die Vereinigte Wasserversorgung Oberlunkhofen-Arni-Islisberg (VWV) ist davon betroffen.

Was ist Chlorothalonil?

Chlorothalonil ist ein früher häufig eingesetztes Fungizid (Pilzbekämpfungsmittel), das insbesondere im Getreideanbau Verwendung fand. Obwohl der Wirkstoff seit 2020 in der Schweiz verboten ist, werden seine Abbauprodukte – sogenannte Metaboliten – weiterhin im Grundwasser nachgewiesen. Einige dieser Metaboliten gelten als relevant, da sie potenziell gesundheitsgefährdend sein könnten.

Warum gelten Grenzwerte?

Gemäss einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in der Weisung 2024/1 den Höchstwert für Chlorothalonil-Metaboliten von 0,1 Mikrogramm pro Liter bestätigt. Dieser Grenzwert beruht auf dem Vorsorgeprinzip: Schon geringste Konzentrationen sollen ausgeschlossen werden, um eine Gesundheitsgefährdung auszuschliessen.

Wie ist die VWV betroffen?

Die VWV bezieht ihr Trinkwasser über die Gruppenwasserversorgung Amt (GWVA), insbesondere über das Grundwasserpumpwerk in Maschwanden. Dort wurden erhöhte Werte von Chlorothalonil-Metaboliten gemessen – was unmittelbare Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität der VWV hat.

Welche Massnahmen wurden ergriffen?

Um die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten und weiterhin einwandfreies Trinkwasser zu liefern, hat die GWVA beschlossen, bis auf Weiteres Trinkwasser von der Wasserversorgung Zürich (WVZ) zu beziehen. Dieses wird über Arni in das Versorgungsnetz der VWV eingespeist und dort mit dem eigenen Wasser aus dem Pumpwerk Gruben in Oberlunkhofen vermischt.

Aktuell setzt sich das Trinkwasser der VWV zu rund 90 % aus WVZ-Wasser und 10 % aus eigenem Wasser zusammen.

Fazit

Durch diese Massnahme stellt die VWV sicher, dass das Trinkwasser jederzeit den gesetzlichen Anforderungen entspricht und gesundheitlich unbedenklich ist. Wir setzen uns kontinuierlich für eine sichere, transparente und qualitativ hochwertige Wasserversorgung ein.